Tronou Deahun ist glücklich. Der Verein, den er mit ins Leben gerufen hat, hat mitgeholfen, dass in seinem Heimatdorf endlich eine Wasser-leitung verlegt werden konnte.
Feldarbeit im Patendorf Ekpui: mit Unterstützung aus Deutschland werden in Togo jetzt Hirse und Erdnüsse angebaut. Sie widerstehen der Trockenheit besser als Mais.
Tauberbischofsheim-Dittigheim im April 2026
Der Verein „Anyievo-Ekpui“ konnte ein ganzes Bündel guter Nachrichten aus dem namensgebenden Dorf in Togo berichten
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Pünktlich zum Frühling hatte die Vorsitzende des 45 Mitglieder zählenden Vereins „Anyievo-Ekpui“, Elisabeth Wycisk, reichlich Positives zu verkünden: Das kleine Dorf im afrikanischen Togo erhielt nicht nur endlich die ersehnten Wasserleitungen, sondern bekommt auch eine renovierte Krankenstation und einen Arzt.
Überdies können auf einem großen Feld künftig Erdnüsse und Hirse angebaut werden. Diese Feldfrüchte überstehen Phasen der Trockenheit besser als Mais.
Der Name „Anyievo-Ekpui“ bedeutet so viel wie „Regenbogen über Ekpui“. Ekpui ist der Name eines kleinen Dorfes am Togosee, aus dem Tronou Deahun stammt, der lange in Gerlachsheim lebte und jetzt in Berlin zuhause ist. Sein Herzenswunsch an seine damalige Deutschlehrerin Elisabeth Wycisk war, seinem Heimatdorf, und dort vor allem den Kindern, eine Zukunftsperspektive zu bieten.
Das gelingt seit fast 15 Jahren immer wieder: Patenkinder und Jugendliche haben die Schule und zum Teil auch Ausbildungen absolviert, 40 Kindergartenkinder werden pro Jahr nicht nur betreut, sondern auch vor Ort verköstigt. Lehr- und Lernräume sowie ein Kindergarten, eine Zisterne und eine Mühle wurden gebaut sowie eine Näherei und eine Küche – und jetzt auch noch ein Internetcafé.
Immer wieder wird auch Menschen im Dorf aus Notlagen geholfen. So beispielsweise einem jungen Mann, der sich beim Sturz von einer Palme vor Jahren schwer verletzte. Ihm griff der Verein im wahrsten Sinn des Wortes unter die Arme, so dass er jetzt nicht nur an Krücken gehen kann, sondern auch als Betreiber des Internetcafés seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Derzeit gibt der Verein 14 Arbeitskräften vom Hausmeister, über Lehrkräften, bis hin zur Krankenschwester Lohn und Brot.
Rundum glücklich waren die Vereinsmitglieder bei ihrer Jahresversammlung, dass es gelungen ist, mit dem Verlegen von fünf Wasserleitungen das Dorf und die ärmsten Familien auf dem Feld an einen Brunnen anzuschließen, aus dem das kühle Nass strömt. Auch bei der togolesischen Regierung blieb dies nicht unbemerkt. Die lange brachliegende Krankenstation wird auf Staatskosten saniert und ein Arzt dort angestellt.
Für das Engagement werden immer wieder Spenden erfolgreich gesammelt. Am Samstag, 12. September, im Pfarrhof Dittigheim sowie im Vitus- und Pfarrsaal soll überdies mit einem Sommerfest wieder einiges erwirtschaftet werden. Gäste sind schon jetzt herzlich eingeladen. Alles nach dem Motto von Albert Schweitzer, dem Friedensnobelpreisträger, Theologen und Urwaldarzt: Das Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Mehr über den Verein: https://www.anyievo-ekpui.com/
Hilfe ist möglich unter: Anyievo-Ekpui/Togo e. V. Sparkasse Tauberfranken, IBAN: DE786735 2565 0002 2011 76.
Bildunterschriften: 1. Feldarbeit im Patendorf Ekpui: mit Unterstützung aus Deutschland werden in Togo jetzt Hirse und Erdnüsse angebaut. Sie widerstehen der Trockenheit besser als Mais. 2. Tronou Deahun ist glücklich. Der Verein, den er mit ins Leben gerufen hat, hat mitgeholfen, dass in seinem Heimatdorf endlich eine Wasserleitung verlegt werden konnte.
Copyright: Anyievo-Ekpui © 2026